Die Meraner Traubenkur:

 
Die Meraner Traubenkur:
Schon im Jahre 1702 belegt ein Hofdekret, dass die Wiener Hofküche nur mit Meraner Obst und Trauben zu beliefern sei. Als Meran in der ersten Hälfte des 19. Jhs. vermehrt zum Aufenthaltsort für Kurbedürftige aus ganz Europa wurde, erlebte die Meraner Traube sozusagen eine Renaissance. Die Traubenkur kam in Mode. Zu Beginn wurden dafür noch weiße Trauben empfohlen, in den 50er Jahren des 19.Jhs wurde aber die geschmackvollere, saftige Großvernatschtraube immer beliebter, da sie eine dünnere Schale und weniger Kerne hatte. Die tägliche Ration Trauben betrug 2-3 kg. Von der Traubenkur versprach man sich eine verbesserte Gallen und Verdauungstätigkeit und günstige Einflüsse auf Milz und Leber. Selbst bei Augen- und Ohrenleiden, bei gewissen Lungenkrankheiten und hitzigem Fieber vertraute man auf die Traubenkur. Allmählich erlangte die Meraner Kurtraube so große Berühmtheit, dass sie zu Kurzwecken per Bahn weit verschickt wurde. (Näheres dazu im Buch „Das Kurhaus Meran“ Ein Blick in die Geschichte der Kurstadt, von Renate Abram, herausgegeben vom Meraner Stadttheater- und Kurhausverein im Tappeiner Verlag, Lana 1999)
 
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